Fremdbetreuung und die Magie des Spiels

– Kapitel 3 –

Dieser Artikel macht auf einen oft übersehen Aspekt der Entwicklungsbedingungen aufmerksam. Das Spiel. Ich möchte Eltern und Erziehern*innen objektive Kriterien und eine Art Landkarte aufzeigen, mit der sie selbst ihre individuellen Situationen, mit ihren jeweils individuellen Kindern einschätzen und beurteilen können.

Das Spiel gehört zu den faszinierendsten Facetten des Menschseins und mittlerweile herrscht Einigkeit über die fundamentale Rolle des Spiels in der (menschlichen) Entwicklung. Nichtsdestotrotz hat unsere Gesellschaft ein sehr begrenztes Verständnis vom Spiel. Spielen wird immer noch abwertend als etwas Unproduktives und Nutzloses wahrgenommen. Eine Zeitverschwendung, der nur Kinder nachgehen (können), weil sie nichts “wichtigeres” zu tun haben. Sobald “wichtigeres” auf den Plan tritt, z. B. durch Förderprogramme, Schule, Hausaufgaben, Arbeit usw., reduziert sich die Zeit des freien Spiels dramatisch.

Dagegen assoziieren wir die Kita- und Kindergartenzeit noch mit einer Phase, in der Kinder vorrangig spielen (können). Wobei auch hier die Räume für das Spiel im Zuge der “Förderkultur” schrumpfen.

Ich möchte mich hier auf die Teilaspekte beschränken, die im Setting der institutionellen Fremdbetreuung relevant sind. Im Zentrum stehen die Zusammenhänge zwischen dem Spiel und den beiden Faktoren der vorherigen Artikel (Bindung und Emotionen). Denn obwohl sich die Forschung (seit Piaget) immer intensiver mit dem Thema Spielen auseinandersetzt, bleibt der Blick weitestgehend auf die kognitive Entwicklung beschränkt.


Warum ist Spielen so fundamental wichtig?

Das Spiel ist ein Ort der Ruhe.

Der Ort, an dem wir wachsen. 

Es ist die Werkstatt der Natur. 

Gesundes Wachstum braucht Phasen der Ruhe. Diese unabdingbare Voraussetzung zeigt sich z. B. bei der Tatsache, dass wir fast ein Drittel unserer Lebenszeit dem Schlafen widmen. Aber Schlaf ist, ebenso wie das Spiel, keineswegs unproduktiv und nutzlos. Ganz im Gegenteil. Im Schlaf wächst unser Körper, regenerieren sich unsere Zellen und Hirnstrukturen entstehen. Es passieren ganz viele Dinge, die unserer Wahrnehmung verborgen bleiben. Wie nützlich und notwendig Schlaf ist, bekommen wir ironischerweise erst dann mit, wenn wir zu wenig davon abbekommen (Eltern von Neugeborenen wissen Bescheid 🙂 ). Wir müssen schlafen, um richtig zu funktionieren und unser volles Leistungspotential abrufen zu können. Ähnlich ist das auf das Spiel übertragbar.

Ruhephasen sind ein fundamentaler Bestandteil eines vitalen Lebens und einer gesunden Entwicklung. 

Das Spiel ist ein “Zustand aktivier Ruhe”. 

Das können wir sogar an den Hirnwellen erkennen (Alpha-, Thetawellen). Aber Ruhe wovon? Die Antwort ist ähnlich wie bei unserem Körper und dem Schlafen. Ruhe vom funktionieren müssen. Ruhe von der Arbeit, unsere existenziellen Bedürfnissen zu nähren. Im Spiel sind wir frei von allen Bedürfnissen, allem voran dem Streben nach Nähe und Verbundenheit (siehe 1. Artikel). Deshalb haben Kinder, die gerade tief im Spiel versunken sind, oft keinen Hunger und Durst oder zeigen keine Anzeichen von Müdigkeit. Denn solange sie sich im Zustand des Spiels befinden, sind sie frei von diesen Bedürfnissen und alle Energie widmet sich dem Wachstum und der Entfaltung.

Die andere tragende Rolle des Spiels besteht in der Unterstützung der emotionaler Entwicklung.

Spiel und Emotionen sind eng miteinander verwoben. Bei genauerer Betrachtung erkennen wir bei vielen Spielen eine emotionale Komponente. Eine Art emotionales Hintergrundrauschen. 

Warum klettern Kinder im Spiel freiwillig auf Bäume und bringen sich damit unnötig in Gefahr? Warum ist Verstecken Spielen eines der verbreitetsten Kinderspiele, obwohl verloren gehen oder nicht gefunden werden zu unseren absoluten Urängsten gehören? Ganz einfach.

Spiel ist nicht real. Sobald wir den Zustand des Spiels betreten, verlassen wir die Welt der Realität mit all ihren Beschränkungen und Gefahren. 

Deshalb können wir im Spiel unseren Urängsten und Emotionen “gefahrlos” begegnen. Es findet für uns nicht in der Realität statt. Das bedeutet nicht, dass keinerlei Gefahr besteht, aber im Zustand des Spiels fühlt es sich nicht nach realer Gefahr an. Deshalb ist es auch problematisch, wenn wir Kinder im Spiel auf reale Konsequenzen aufmerksam machen (Wenn du fällst, dann tust du dir weh, wenn du das kaputt machst, dann…). Natürlich kann es sinnvoll sein, Kindern die potenziellen Gefahren zu benennen, wenn sie von den Gefahren nichts wissen können. Allerdings sollten wir die Aufmerksamkeit, wenn möglich, nicht während des Spielens darauf richten. Wenn Kinder auf einen Baum klettern, dreht sich das Spiel nicht einzig um Geschicklichkeit und Koordination, sondern (unbewusst) um die Begegnung mit Emotionen, in diesem Fall Alarm. Wie hoch traue ich mich, bis es zu alarmierend ist? Wie viel Alarm kann ich aushalten, bis ich wieder herunterklettere? Indem es von Mal zu Mal höher geht, erweitern wir nebenbei die Fähigkeit immer alarmierendere Situationen auszuhalten (ohne auszuflippen), was uns dann in realen Alarmsituationen weiterhilft. An dieser Stelle ist eine weitere wichtige Eigenschaft des Spiels zu nennen.

Spiel ist immer freiwillig. Es geht um das Gefühl jederzeit anfangen und insbesondere jederzeit aufhören zu können.

So können wir im Spiel die Dosis der emotionalen Erfahrung selbst bestimmen. Beinahe allen Spielen, die wir beobachten, können bestimmte Emotionen oder Bindungsdynamiken zugeordnet werden. Einige Beispiele hierfür sind:

Spiel und Bindungsstufen: 

(1) Sinne: Kontaktspiele, Fangen, Tanzen, Festhalten, Kitzeln, Ringen, Toben,

(2) Gleichheit: Nachahmen, Verkleiden, Rollen- und Superheldenspiele

(3) Loyalität: Spiele mit führen und folgen z.B. Polizist- Gefangener, Arzt-Patient, König, Eltern, Anführer, Teamspiele, Besitzspiele)

Spiel und Emotionen: 

Alarm: Versteckspiele, Rettungs- und Fluchtspiele, Monsterspiele, Mutspiele, Grusel- und Erschreckenspiele,

Frustration: bauen, basteln, organisieren, orchestrieren, kaputt machen, Schreien, Angriffs- und Kampfspiele

Dem Spiel auf der Spur

Was verstehen wir unter Spielen? Klassischerweise wird diese Frage wie oben mit einer Auflistung von Aktivitäten beantwortet. Dabei ist es nicht möglich anhand einer Aktivität zu bestimmen, ob jemand spielt oder nicht. Zwei Menschen können derselben Aktivität nachgehen, während es einmal Spiel ist und das andere Mal nicht. Das zeigt sich an dem Beispiel mit dem Baum, das ich oben als ein Spiel beschrieben habe. Wenn aber jemand z. B.auf einen Baum klettert, um sich die Anerkennung einer Gruppe zu erARBEITEN, befindet er/sie sich nicht im Zustand des Spiels, sondern im Arbeitsmodus (Bindungsarbeit). Der Arbeitsmodus definiert sich dadurch, dass der Fokus und das Vergnügen nicht auf der Aktivität liegen (Klettern), sondern auf dem resultierenden Ergebnis (die Anerkennung der Gruppe – 4. Bindungsstufe). So kann auch “Klavier Spielen” einmal Spiel sein und einmal Arbeit. Bei unserem Sohn konnte ich z. B. bei Monster- und Erschreckensspielen häufig einen Zeitpunkt erkennen, an dem die spielerische Furcht zu realer Angst wurde und es für ihn kein Spiel mehr war.

Die Beispiele zeigen auf, dass ein genaueres Hinschauen wichtig ist, um zu erkennen, ob Kinder gerade spielen. Es reicht eben nicht, dass Kinder einer Aktivität nachgehen, die wir mit Spielen verknüpfen, weil es nicht automatisch bedeutet, dass sie tatsächlich spielen.

Spielen definiert sich folglich nicht durch eine bestimmte Aktivität, sondern durch den Zustand, mit dem man die Aktivität ausübt:

  1. Den Rahmen für jegliches Spiel bildet ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und beinhaltet die aktive Bindung zu einer fürsorglichen Bindungsperson und dadurch den Schutz vor körperlichen, emotionalen Verletzungen und Beschämung.

  2. Die Aktivität wird nicht als Arbeit empfunden → der Fokus und das Vergnügen liegen nicht auf dem Ergebnis, sondern auf der Aktivität selbst.

  3. Die Aktivität wird nicht der Realität zugeordnet. Es wird nicht mit realen Folgen (positiv wie negativ) in Verbindung gebracht.

  4. Die Aktivität beinhaltet einen Selbstausdruck. (eigene Emotionen, Wünsche, Ideen, Vorstellungen…)

  5. Die Aktivität wird als freiwillig empfunden. Das Gefühl jederzeit aufhören zu können.

Anhand dieser Betrachtungsweise geht hervor, dass es vom subjektiven Empfinden des Kindes abhängt, ob es eine Aktivität als Spiel wahrnimmt oder nicht. Wie bei jedem Modell sind die Grenzen hierbei nicht trennscharf und können ineinander verschwimmen (wie beim Beispiel mit den Monsterspielen).


Bedeutung für die aktuelle Situation in Kitas/ Kigas

Was bedeuten diese Einsichten für die institutionelle Fremdbetreuung?

  • Aktivitäten, die den Fokus auf ein spezifisches Endergebnis legen, sollten sparsam eingesetzt werden und wenn möglich nicht verpflichtend sein. Ausnahmen bilden Aktivitäten, die zur Alltagsstruktur und zur Stärkung des Bindungsgefüges beitragen (z. B. Morgen-, Abschlusskreis)

  • Spiel sollte nicht mit realen Auswirkungen verbunden werden, was insbesondere bedeutet auf Bestrafung und Belohnungssysteme zu verzichten.

Die beiden genannten Aspekte gelten natürlich genauso für die familiäre Betreuung. Der letzte Punkt stellt meiner Meinung nach das wohl größte Hindernis für die Entfaltung des Spiels in der Kita, dem Kindergarten dar.

Die (große) Gruppe der Gleichaltrigen. Ironischerweise wird gerade dieser Aspekt als “Vorteil” wahrgenommen. Eine große Gruppe gleichaltriger Spielgefährten. Für einige Kinder mag das auch zutreffen. Für andere ergeben sich massive Hindernisse, die ich anhand der oben genannten Charakteristiken beschreiben möchte:

    1. Sicherheit und Geborgenheit: Selbst mit einer aktiven Bindung an einen fürsorglichen Erwachsenen repräsentiert die Gleichaltrigengruppe ein Setting mit großem Verletzungspotential aufgrund der hohen Konzentration von Unreife: z. B. impulsives hauen, wegnehmen, auslachen, beschämen, ausschließen, mobben. Besonders alarmierend ist, wenn Kinder auf diese Umgangsformen gar nicht mehr verletzt reagieren und das allgemein als eine Besserung gesehen wird (siehe Panzerung 2. Artikel).

    2. Arbeit: In der Gleichaltrigengruppe sind Kinder häufig mit Bindungsarbeit beschäftigt, weil die Gefahr des Bindungsabbruchs untereinander (ausgegrenzt zu werden, nicht mitspielen zu dürfen, nicht dazuzugehören, nicht mehr befreundet zu sein etc.) viel wahrscheinlicher ist. Diese Dynamik verstärkt sich, je weniger Kinder durch die verantwortlichen Erwachsenen in ihrem Bedürfnis nach Nähe genährt werden und somit stärker von der Bindung zu den anderen Kindern abhängig sind.

    3. Realität: Häufig sind Aktivitäten in der Gleichaltrigengruppe mit realen Folgen für die Beziehungsverhältnisse verbunden. Z. B. wird gedroht, (nicht) eingeladen, steigt oder fällt das Ansehen usw.

    4. Selbstausdruck: Es versteht sich wohl von selbst, dass in einem Setting von 20 bis 30 Kindern nicht jedes einzelne Kind zur gleichen Zeit seinem Selbstausdruck folgen kann. Familien mit mehreren Kindern wissen, dass der Schwierigkeitsgrad schon mit 2 bis 3 Kindern deutlich ansteigt. Viel häufiger kommt es dazu, dass die “dominanten Kinder” sich mit ihren Wünschen und Vorstellungen durchsetzen (*juhu Durchsetzungsvermögen wird dann attestiert …*). Die anderen Kinder folgen oft aus einer Bindungsdynamik heraus, obwohl sie vielleicht viel lieber etwas anderes machen würden. Dieser Aspekt wird vor allem durch die Gruppengröße behindert. Im Idealfall, wenn Kinder mit Bindung “gesättigt” sind, ist der Wunsch seinem Selbstausdruck zu folgen (Ich möchte aber jetzt lieber X tun) größer als der Hunger nach Nähe und Verbundenheit.

    5. Freiwilligkeit: Natürlich können Kinder freiwillig auch nicht mitspielen. Wenn das aber zur Folge hat, isoliert zu sein und von der Gruppe ausgegrenzt zu werden, fühlt sich das kaum so an. Zudem fühlen manche Kinder auch nicht, dass sie freiwillig vor Ort sind. (was oft auf dem morgendlichen Hinweg gezeigt wird)

Was es für eine kindgerechte Betreuung braucht: 

  • Ein erweitertes Verständnis vom Zustand des Spiels und die Umsetzung der Bedingungen, die dafür notwendig sind.

  • Ein bewusstes Hingucken und Wahrnehmen, in welchem Zustand Kinder ihren Aktivitäten nachgehen. Fühlen sie sich sicher und geborgen? Folgen sie ihrem Selbstausdruck oder arbeitet sie gerade für ein Ergebnis? Sind reale Konsequenzen für sie präsent?

  • Die Einsicht, dass eine große Gleichaltrigengruppe für das Spiel (vieler) junger Kinder keine günstigen Bedingungen bereitstellt (schon gar nicht die günstigsten). Die aktuelle Situation in der institutionellen Betreuung in Bezug auf Gruppengrößen und Betreuungsschlüssel basieren auf politischen und ökonomischen Entscheidungen und nicht auf den Einsichten, die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen bereitzustellen. Dieser Umstand prägt fatalerweise seit vielen Jahrzehnten das gesellschaftliche Verständnis vom “normalen” Aufwachsen. Ich finde die Frage “Was ist mit dem Kontakt zu gleichaltrigen Kindern?” wirklich unerträglich. Die paranoide Besessenheit, Kinder mit Gleichaltrigen zusammenzubringen, macht uns blind für das, was Kinder wirklich suchen und brauchen. André Stern bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: “Kinder suchen die gegenseitige Bereicherung”. Das ist es, wonach sie suchen. Und dabei filtern und sortieren sie nicht nach Rasse, Religion, Einkommen und auch nicht nach Alter. Diese falsche Vorstellung gehört aus der Welt geschafft. Natürlich spielen Kinder auch mit Gleichaltrigen, aber genauso finden sie alle anderen Menschen toll, die authentisch auf sie eingehen und begeistert (mit-)spielen. Die Erwachsenen, die z. B. auf den Spielplätzen ihr inneres Kind herauslassen werden das kennen. Plötzlich hat man eine ganze Schar begeisterter Kindern um sich herum.


Ich möchte mit den Ausführungen weder darstellen, dass eine gesunde Entwicklung in der Fremdbetreuung nicht möglich ist, noch möchte ich darauf abzielen, Eltern und Erzieher*innen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich möchte zum Nachdenken, Reflektieren und letztlich auch zum Handeln anregen.

Ich möchte Eltern bestärken, die ihren Kindern in der Familie fruchtbare Entwicklungsbedingungen bieten können, dies auch gegen die gesellschaftlichen Konventionen umzusetzen.

Ich möchte Eltern, die mit der außerfamiliären Betreuungssituation nicht glücklich sind, aber keine andere Möglichkeit haben, dazu ermutigen, kindgerechtere Angebote zu suchen und zu fordern, die sich an den Entwicklungsbedürfnissen junger Menschen orientieren.

Ich möchte Eltern, die ihre Kinder in der Familie betreuen könnten, aber außerfamiliäre Betreuung als unerlässliche Entwicklungsbedingung betrachten, zur Reflexion und einer genaueren Auseinandersetzung einladen.

Schließlich möchte ich auch Eltern, die mit ihrer außerfamiliären Betreuung glücklich sind, dazu einladen, die genannten Aspekte im Blick zu behalten und auf Veränderungen zu prüfen.

“Wir hören nicht auf zu spielen,
weil wir älter werden.
Wir werden älter,
weil wir aufhören zu spielen”

— G. B. Shaw

Für offene Fragen und weiteren Austausch lade ich dich herzlich in meine moderierte Facebook-Gruppe ein.

Teile den Beitrag für den Wandel.

#kindgerechteGesellschaft

#shareIFyouCARE

Übersicht zur Blogserie Fremdbetreuung

– Prolog – Ein Aufklärungsversuch

– Kapitel 1 – Im Angesicht der Bindungsbrille

– Kapitel 2 – Bewahrung weicher Herzen

– Kapitel 3 – Die Magie des Spiels

Ähnliche Beiträge

Fremdbetreuung in einer kindgerechten Gesellschaft – Ein Aufklärungsversuch in 4 Teilen

Fremdbetreuung – ein enorm emotional aufgeladenes Thema. Es ist nachvollziehbar, dass dieses Thema mit gewaltigen Emotionen verbunden ist, denn wir lieben unsere Kinder und die allermeisten Eltern wollen im besten Interesse des Kindes handeln. Niemand möchte sich vorwerfen lassen oder sich später selbst eingestehen müssen, nicht im besten Interesse des Kindes gehandelt zu haben.

Fremdbetreuung und die Bewahrung weicher Herzen

Menschsein bedeutet auch immer verletzlich zu sein. Wir Menschen sind sehr empfindliche Wesen, die leicht verletzt werden können. Das gilt auf körperlicher Ebene, genauso wie auf emotionaler Ebene. Ein Schnitt, ein Sturz, ein Unfall können uns schnell verwunden. Auf der “emotionalen” Ebene reichen oft Kleinigkeit: ein Blick, ein Wort, eine Geste und wir fühlen uns verletzt. Empfindlich ist dabei nicht gleichbedeutend mit zerbrechlich. Es bedeutet auch nicht schwach zu sein. Es bedeutet, dass wir fühlen, dass wir wahrnehmen was passiert.

Aber wie gehen wir damit um?

Rückmeldungen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Wirklich toller Artikel lieber Emil. Mir hat er die Wichtigkeit des Spieles nochmals deutlicher gemacht!

    Danke!

  2. Hat mich sehr berührt. Danke sehr lieber Emil für deine Arbeit und den Mut und die Bereitschaft etwas zu ändern.
    Liebe Grüße Sabine