Multiple Intelligenzen

Mach doch mal was sinnvolles!

Ob wir wollen oder nicht.

Wir unterteilen die Tätigkeiten unserer Kinder innerlich gerne in sinnvoll und sinnlos.

Unbewusst läuft dieser Prozess andauernd ab.

 
Bestimmt wird er von unseren Glaubenssätzen und Erwartungen, die wir uns durch unsere eigene Sozialisation angeeignet haben.
 
Besonders prägen unsere kollektiven Erfahrungen von Schule und Arbeit unsere Vorstellungen.
So erachten wir es stets als sinnvoll, wenn Kinder sich “schulischen” oder schulähnlichen Aktivitäten widmen.
Seien es Zahlen, Buchstaben, Basteln, Kunst oder STEM-Aspekte wie Konstruieren (Neuer Trend).
Unser sehr‼️ beschränkter‼️ Blick richtet sich dabei auf die Aneignung von Wissen oder die Herausbildung schulischer Kompetenzen.
 
⚠️ Wir verlieren den vielfältigen Blumenstrauß menschlicher Interessen, Kompetenzen und Potentiale völlig aus dem Blick.
 
Und damit auch das Vertrauen in die Sinnhafitgkeit der Aktivitäten unserer Kinder.
 
Dann geraten wir sehr schnell in Muster von Angst, Sorge und Kontrolle. 
Sorge darüber, dass unsere Kinder nichts “sinnvolles” tun.

Zurück ins Vertrauen!
⚡️Gestern war wieder so ein Tag, an dem mir beim Spielen mit unserem Sohn der Blitz der Erkenntnis durchgefahren ist. Wir warfen eine Weile lang ein Kuscheltier durchs Wohnzimmer hin und her.

Ich sah so deutlich, mit welcher Freude und Begeisterung er erfüllt war. 😍
 
Dabei herrscht gerade eine Phase, in der ihm augenscheinlich nicht viele “sinnvolle Projekte/ Aktivitäten” einfallen, mit denen er sich gerne beschäftigt.
 
ABER TrampolingSpringen, Fußball Spielen, Dinge werfen usw. erzeugen allerhöchste Begeisterung.
 
🤯 Und dann hat es bei mir voll eingeschlagen.
 
“Körperliche Intelligenz” murmelte ich vor mich hin.
 
Gerade ist eben ganz stark die Erweiterung der körperlichen Intelligenz im Vordergrund.
 
Mein Murmeln bezog sich dabei auf das Konstrukt der Multiplen Intelligenzen von Howard Gardner.
 
Nun war mein Blick wieder klar,
mein Vertrauen und meine Gelassenheit wieder voll aufgeladen.
 
Das ist also aktuell dran.
Dann gehen wir damit.
 

Wie intelligent bist du?

 Das ist die falsche Frage!
Wie gesagt, wird unser sehr beschränkter Blick auf die Entfaltung unserer Kinder von unserem eigenen Aufwachsen angetrieben. So haben wir Intelligenz als eine eindeutige und klar messbare Variable kennengelernt, die auch noch sehr festgeschrieben war.
Klar entweder bist du dumm oder klug. 
Und natürlich wird man so geboren.
Kommst du aus einem wohlhabenden Elternhaus, dann bist du eben nicht dumm, sondern nur faul.

Das ist natürlich Quatsch!!!
Um unseren Blick auf unsere Kinder und uns selbst zu öffnen hilft es, die richtige Frage zu stellen.
 
Und da wir so unterschiedlich sind und die Potentiale so vielfältig sind, ist die Frage nicht nach dem Ausmaß von Intelligenz, sondern nach der Art von Intelligenz.
Die passende Frage wäre also:
Auf welche Art bist du intelligent?
Hierzu hat Howard Gardner 9 Dimensionen beschrieben.
 
Könnt ihr euch denken, auf welche wir uns in der Schule fokussieren???
 
Es ist traurig, welchen eingeschränkten Bereich wir eigentlich sehen, anerkennen und fördern.
Es ist grausam, wie mit Kindern umgegangen wird, deren Stärken / Entwicklungsinteresse in anderen Bereichen liegen.
Hier findet ihr eine kurze Beschreibung der jeweiligen Intelligenz-Linie:
Natürlich dürfen solche Modelle nicht zu eng gedacht werden. Wir sind immer in mehreren Bereichen gleichzeitig aktiv und sie beeinflussen sich gegenseitig.
Trotzdem ergibt sich für jeden*jede eine unterschiedliche Mischung mit eigenem Schwerpunkt.
Diesen vielfältigen Reichtum müssen wir sehen und schätzen lernen.
Auch wenn dein Kind gerade nicht sehr aktiv in einer typischen schulischen Dimension ist (wie der mathematischen oder sprachlichen), so beobachte einfach, in welchem Bereich es gerade vorwärts geht.
 
Darin sollten wir unsere Kinder bestärken und begleiten.
Wie mir beim Spielen mit unserem Sohn bewusst wurde, wie intensiv er gerade in der “Körperliche Intelligenz” voranschreitet. 
Dann finden wir auch zu mehr Gelassenheit und Vertrauen zurück.
 
Hilft dir dieses Modell weiter?

Welche Erkenntnisse und Einsichten kamen dir dabei zu deinem Kind oder dir selbst?

Ich freue mich auf deine Rückmeldung.

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