Ein erster Schritt. Ein weiter Weg. Eine lohnenswerte Vision

 

Hier ist er nun. Der erste Schritt, der erste Blogeintrag. Obwohl ich zuvor schon viele Schritte gegangen bin und auch schon ein beachtlicher Weg hinter mir liegt, fühlt es sich gerade so an, als würde ein neuer Weg beginnen. Als wäre alles Vorherige eine Teststrecke gewesen, um mich auf den kommenden Weg vorzubereiten. Was macht den Unterschied aus frage ich mich? Was hat sich geändert? Der Titel verrät es. Ich habe nun (endlich) ein „klares“ Ziel. Eine Vision, die mich zieht, ein Wunsch, der mich antreibt.

Meine Vision ist eine kindgerechte Kultur, eine Gesellschaft, die die Entwicklungsbedürfnisse von jungen Menschen an oberste Stelle stellt. Eine Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe macht, die Bedingungen für gesundes und nachhaltiges Wachstum zu verstehen und alles daransetzt, diese Rahmenbedingungen bereitzustellen.

Natürlich ist mir durchaus bewusst, dass dies ein sehr hochgestecktes Ziel ist und dass es nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Mir ist bewusst, dass es ein langer Weg werden wird, der viel Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen erfordert. Um es ganz deutlich zu formulieren, ich weiß nicht, ob ich diese Gesellschaft noch erleben werde. Ich hoffe es natürlich. Aber ich glaube fest daran, dass wir heute gemeinsam den Kurs in diese Richtung einschlagen können. Wir können den Samen des Baumes pflanzen, der unseren Kindern eines Tages Früchte und Schatten spenden wird. Und das halte ich für ein lohnenswertes Ziel, welches jede Mühe und alle Anstrengung rechtfertigt.

Selbstverständlich bin ich nicht der Erste und nicht der Einzige, der sich für die hier formulierte oder eine ähnliche Vision einsetzt. Ich durfte in den vergangenen Jahren bereits viele Menschen treffen, die alle ganz unterschiedliche Herangehensweisen haben, um den Wandel mitzugestalten. Menschen innerhalb und außerhalb staatlicher Institutionen, Mütter, Väter, Lehrer, Wissenschaftler, Blogger, Großeltern, Autoren, Philosophen, Filmemacher. Jeder leistet einen wertvollen Beitrag auf dem Weg des Wandels.

Nachdem ich ein klares Ziel vor Augen hatte, war eine große Frage in mir, was ich denn zu einem Wandel der Gesellschaft beitragen kann. Was bringe ich mit, das ich nutzen kann? Welche Aspekte stellen eine Bereicherung zu dem dar, was schon besteht? Ich denke und habe an dieser Stelle die Hoffnung, Welten miteinander verbinden zu können, die so bisher eher nebeneinander existierten. Überwiegend finden sich Texte, die die persönliche Sichtweise von Eltern (insbesondere von Müttern), Lehrern o. ä. enthalten oder man findet unheimlich komplexe wissenschaftliche Texte, die kaum jemand versteht. Mein Ziel ist es, diese beiden Aspekte zusammenzubringen, indem ich meine intensiven Erfahrungen als Vollzeitpapa, vor dem Hintergrund meiner wissenschaftlichen Ausbildung wiedergebe. Auf der anderen Seite, wissenschaftliche Erkenntnisse und Vorgehensweisen im Kontext meiner elterlichen Erfahrung reflektiere und diese Erkenntnisse hoffentlich in einer Sprache des Herzens weitergeben kann.

Ein anderer Aspekt, der mir in den letzten Jahren immer wieder bewusst wurde, ist die Beobachtung, dass ich größtenteils zu den wenigen jungen Männern/ Vätern gehöre, die sich mit den Themen der kindlichen Entwicklung und der Gestaltung eines gesellschaftlichen Wandels auseinandersetzen. Ein Erlebnis, das mir immer noch sehr präsent ist, stammt z.B. von einer Konferenz, bei der auf ca. 300 Frauen nur ca. 20 Männer teilnahmen (von denen auch kaum jemand unter 40 war). Aber auch bei anderen Vorträgen, Seminaren oder im täglichen Kinderleben begegnen mir junge Männer und Väter stark unterrepräsentiert. Vielleicht, so meine Hoffnung, kann ich etwas dazu beitragen, diese Gruppe vermehrt mit ins Boot zu holen und ihr Interesse zu wecken, sich mit den genannten Themen auseinanderzusetzen. Jungen Männern und Vätern fällt es womöglich leichter, mit anderen Männern und Vätern in Kontakt zu treten und Angebote dafür, das kenne ich persönlich auch, sind kaum vorhanden. Deshalb rufe ich insbesondere euch Männer und Väter auf, mir zu schreiben, euch zu beteiligen, euch zu interessieren, euch zu informieren und euch einzusetzen.

Aber auch alle anderen, die hier mitlesen, lade ich dazu ein: Macht diesen Blog zu eurem Blog. Schreibt mir eure Anliegen und Fragen. Schreibt mir, was euch beschäftigt und wozu ihr gerne mehr Einsichten und Artikel haben möchtet. Ich freue mich auch über euer Feedback. Sind die Texte zu lang, zu kurz, zu unverständlich, zu persönlich, zu sachlich? Was wünscht ihr euch von einem guten Blog, der eine Bereicherung für euch darstellt?

Und zu guter Letzt ein Aufruf. Die sozialen Medien stellen ein mächtiges Instrument dar, um unsere Anliegen und Visionen voran zu bringen, deshalb bitte ich euch, die Einträge in euren Netzwerken zu teilen. Damit kann jeder von euch einen Beitrag für den Wandel beisteuern, vielleicht sogar mehr als es euch bewusst ist. Dabei ist ein Teilen mehr wert als 100 Likes. Wenn ihr also Zeit für einen Klick übrig habt, dann klickt doch bitte auf Teilen.

Warum es meiner Meinung nach eine neue Kultur braucht, erfährst du in diesem Beitrag.

Eine schöne Woche euch allen. #TeilenFürDenWandel

Emil Zitlau

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Rückmeldungen

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  1. Da mir eine kinngerechte Kultur ebenfalls sehr am Herzen liegt, finde ich das Angebot von Seminaren für Erwachsene und Ihren Blog hochinteressant.
    Als Vater eines Homeschoolers, Politiker und u.a. Verhaltenstrainer wünsche ich Ihnen und uns zahlreichen Zuspruch, um das Ziel Ihres Projektes und gemeinsame Visionen voran zu bringen.
    Ich danke, stellvertretend für "die Kinder", Eltern, Politiker und bestimmt auch für einen wachsenden Teil der Gesellschaft für Ihr Engagement.
    Ihnen persönlich wünsche ich sehr viel Erfolg, weil Ihr Erfolg auch einen Erfolg für die Kinder in unserer Gesellschaft darstellt.
    Herzlichst, Daniel Frank-Vetter

  2. Ich danke sehr für dieses bereichernde und motivierende Feedback. In der Tat habe ich auch die Hoffnung, dass wir den Anteil der Gesellschaft, die eine neue "Erziehungskultur" befürwortet, gemeinsam steigern können. Von besonderer Bedeutung sehe ich hier vor allem Väter dafür zu gewinnen. Deshalb noch einmal herzlichen Dank.
    Emil